AUS VOLLER ÜBERZEUGUNG UND MIT HÖCHSTEM ENGAGEMENT SETZEN WIR UNS FÜR EIN ZUKUNFTSFÄHIGES WIR EIN, VON DEM AM ENDE ALLE PROFITIEREN.

Dafür stehen wir:

Wir setzen da an, wo Schule, Elternhaus und städtische Institutionen ihre Grenzen erreichen.

Als unabhängige, gemeinnützige Organisation stehen wir für faire Startbedingungen junger Menschen. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zu einer vielfältigeren und produktiveren Gemeinschaft. Ein bedarfsorientiertes Programm ermöglicht ganzheitlich Zugang zu Bildung, Kultur und Sport und fördert an den wesentlichen Schlüsselstellen des Lebens eine positive Entwicklung.

Unser Ziel ist, benachteiligte junge Menschen, die in einem problematischen finanziellen und sozialen Umfeld aufwachsen, in die Gesellschaft zu integrieren und sie nachhaltig zu beteiligen.

Es geht um Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Integration, um die Vermittlung von Wissen, Kompetenzen, einem gesunden Selbstwertgefühl und positive Erfahrungen, die fürs Leben prägen.

Dabei setzen wir nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf eine langfristige Perspektive! Die neu geschaffenen Möglichkeiten zur Teilhabe und Gleichbehandlung verankern wir auf breiter Basis dauerhaft in unserem Münchner Stadtleben.

DIE REALITÄT

München ist eine Stadt der Lebensfreude, eine wirtschaftliche und kulturell blühende Metropole mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung, Weiterbildung und mit einem vielseitigen Freizeitangebot.

In keiner deutschen Stadt ist Armut jedoch so wenig sichtbar wie in München: ein Fünftel der Stadtbevölkerung lebt mittlerweile in Armut, davon rund 30.000 junge Menschen. Die soziale Notlage vieler Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, verhindert eine echte Teilhabe am städtischen Leben und Erleben. Perspektiven und Lebensplanungen sind dadurch extrem eingeschränkt, ein Scheitern leider oft vorgezeichnet. Für viele junge Menschen ist eine positive Entwicklung zu engagierten und gleichberechtigen Mitgliedern unserer Stadtgemeinschaft dadurch verwehrt.

Die gesellschaftlichen Rollen werden viel zu früh ungleich verteilt.

WIE ALLES BEGANN

Gründerin Mara Bertling ist der festen Überzeugung, dass alle Kinder mit dem Gefühl aufwachsen sollten, dass ihnen die Welt offensteht und sie alles erreichen können, was sie sich vornehmen, egal, aus welchen Verhältnissen sie kommen.

Für sie sind solidarisches Handeln und eine faire Stadtgesellschaft notwendig für ein nachhaltiges und lebenswertes Miteinander.

Die diplomierte Sozialpädagogin und Sozialmanagerin startete DEIN MÜNCHEN zunächst als Initiative unter der Trägerschaft des Münchner Vereins für Sozialarbeit e.V (VFS).  2014 gelingt es ihr, im Rahmen einer Ausgliederung, DEIN MÜNCHEN als eigenständigen, gemeinnützigen Verein zu gründen. 2020 folgt der nächste  Schritt: Aus dem Verein entsteht eine gemeinnützige Gesellschaft, die DEIN MÜNCHEN gGmbH.

Mit ihrem wachsenden Team setzt Mara Bertling sich mit vollem Herzblut, Überzeugung und Engagement für faire Startbedingungen und Chancengerechtigkeit ein.

Unser Team

Mara Bertling

Gründerin & Geschäftsführerin

Katja Schubert

Programmleitung NO LIMITS! & Partnermanagement

Elisa Dudda

Projektmanagement

Veronika Hofstätter

Projektmanagement & Kommunikation

Bettina Weber AM Bach

Projektmanagement

Ai Nhi Vu

Assistenz Projektmanagement

Anna Bruckmayer

Werkstudentin

Über 30 Honorarkräfte & mehr als 100 Ehrenamtliche unterstützen das Team tatkräftig.

Laya

Happiness Management

Unsere Botschafter

Willy Astor

MEIN MÜNCHEN!

Als Kind, das in den 60er und 70er Jahren im Hasenbergl aufgewachsen ist, war mir schon sehr früh bewusst, dass das Leben im Arbeitermilieu kein Wunschkonzert ist.

Meine Eltern, beide durch Haupt- und Nebenjob belastet, haben trotz enorm bescheidener finanzieller Mittel versucht, uns drei Kindern ein schönes, möglichst unbeschwertes Leben zu ermöglichen: einmal im Jahr ein Campingurlaub in „Jugoslawien“, einmal im Monat ein Besuch in einer Pizzeria und manchmal sogar ins Kino. Unsere Jeans waren nicht von Levis, sondern die Palomino von C&A.

Als ich dann mit 14 mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche eine Lehre als Werkzeugmacher bei BMW begann, war mir noch nicht bewusst, was für ein großes Glück das war! Ich war irgendwie schon ein junges Mitglied der Gesellschaft und war in der Lage, selbst Geld zu verdienen und mein Glück selbst zu schmieden.

Ich schreibe dies nicht aus Koketterie, sondern weil auch heute viele Familien in dieser vielleicht schönsten Stadt Deutschlands nicht vom Schicksal begünstigt sind. Ihnen ist es nicht möglich, diese Stadt in ihrem kulturellen und gesellschaftlichen Reichtum mitzuerleben. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, nicht zuletzt dadurch, dass München inzwischen die teuersten Mieten Deutschlands verlangt. Einkommensgruppen wie Polizisten, Erzieher/-innen oder Krankenschwestern haben enorme Schwierigkeiten, sich ein Leben hier leisten zu können - von den vielen Familien, die am Existenzminimum leben, ganz zu schweigen.

Ich engagiere mich gerne für DEIN MÜNCHEN, da ich a) selber Vater bin und b) durch meine Arbeit hoffentlich Aufmerksamkeit und Hilfe für die Kinder unserer Stadt schaffen kann, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Wir müssen jungen Menschen in schwierigen Situationen helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und Hürden zu überwinden. Wir müssen ihnen zeigen, dass man mit Mut, Neugier und Engagement viele Chancen nutzen kann, um München positiv und mit Freude zu erleben.

Max Uthoff

Wer über den Tellerrand blickt, sieht mehr von der schmutzigen Tischdecke

Ich bin im Südosten Münchens in Waldperlach groß geworden. Nach der Schule habe ich immer Fußball gespielt – jeden Tag!

Ich habe die anderen Jungs nur danach beurteilt, wie gut sie mit dem Ball umgehen konnten oder ob sie sich wenigstens ins Tor stellten. Geld hat uns alle nicht interessiert, davon hing es einfach nicht ab, ob man jemanden mag oder nicht.

Damals, so scheint es mir, gab es noch selbstverständliche Berührungspunkte zwischen den gesellschaftlichen Schichten. Heute jedoch, mit der Abschottung der Reichen, der Kürzung von Sozialleistungen, heute, wo Arbeitslosengeld reine Existenzsicherung bedeutet, dem Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich und einem Alltag, in dem Geld die Menschen antreibt, rund um die Uhr beschäftigt und spaltet, hat sich das geändert.

Der Sozialstaat Deutschland hat kein Problem mehr mit Armut, weil er dieses Problem an die Armen weitergibt.
2,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von Armut bedroht. Auch in einer wohlhabenden Stadt wie München gibt es erschreckend viele Kinder, die von Möglichkeiten ausgeschlossen sind, die für andere selbstverständlich sind.

Mit Hartz IV ist eine Teilhabe an weiterführender Bildung und Sport sowie am vielfältigen kulturellen und sozialen Leben Münchens einfach nicht möglich! Eine fundierte Aus- oder Weiterbildung, Freude und bereichernde Momente zum Beispiel während eines Theaterbesuchs, Musikunterricht oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein sind für viele Familien in München purer Luxus. Oft reicht es ja nicht mal fürs Kino und an einen Familienausflug auf die Wiesn ist gar nicht zu denken.

Gerade in einer reichen Stadt wie München, wird die ökonomische Ausgrenzung als Demütigung erfahren. Die Teilhabe an der Gesellschaft und an ihren Möglichkeiten ist aber notwendig, denn wie soll man sich ein Bild von der Zukunft machen, wenn man nicht möglichst viele Facetten der Gegenwart kennt?

Genau deswegen unterstütze ich DEIN MÜNCHEN, ein gemeinnütziger Verein, der es sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sich selbst als Teil dieser Stadt zu sehen und nicht außen vor zu sein. Von einem gerechteren System kann träumen wer will, aber im Hier und Jetzt und um die Ecke für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, ist die Pflicht von jedem! Schließlich sind es die Kinder von heute, die morgen unsere Stadtgesellschaft prägen werden. Wem das als Grund sich zu engagieren nicht reicht, kann das auch aus bloßem Egoismus tun, denn wenn diese Kinder erwachsen sind, sind wir die Alten und werden erleben, wie es dann um die Münchner Stadtgesellschaft bestellt sein wird.

Luise Kinseher

Nur selbstbewusste Kinder können ihre Chancen erkennen!

Meine Mutter erlebte ihre Kindheit in bitterster Armut. In den deutschen Nachkriegsjahren war das normal, vielen ging es so. Doch was ist heute?

Es ist kaum vorstellbar, dass hierzulande immer noch Kinder hungrig in die Schule gehen, dass sie im Winter frieren, weil sie nur Sommerkleidung besitzen und dass sie die Schuhe ihrer Eltern auftragen müssen, weil es in der Familie überall an Geld fehlt. „Armut ist keine Schande“, würde da meine Mutter mit einem Sprichwort kontern! Doch sind wir ehrlich: in unserer modernen Leistungsgesellschaft wohnt dem Begriff „Armut“ auch immer der bittere Geschmack des Scheiterns inne! Scheitern wird als Schande empfunden. Wer arm ist hat es nicht geschafft! Er ist selbst schuld! Schließlich ist jeder seines Glückes Schmied. Ein weiteres Sprichwort, das in den heutigen Lebensverhältnissen an Zynismus kaum zu überbieten ist.

Deshalb tut in so einer reichen Stadt wie München Armut besonders weh. Denn sie bedeutet nicht nur Kälte und Hunger, sie bedeutet zudem Ausgrenzung und Isolation. Sie macht klein und zerstört den Selbstwert: Arme Kinder können nicht mit in den Schulausflug, für sie gibt es keinen Musikunterricht und wenn alle über die neuesten Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest reden, können sie nur schweigen.
Viele schämen sich und ziehen sich aus der Gemeinschaft zurück.

Wir alle wissen, dass in der Kindheit des Menschen die entscheidenden Weichen für das Leben gestellt werden. Es ist als Grunderfahrung jedes einzelnen Individuums unabdingbar, in der Kindheit das Gefühl von „Angenommen-Sein“ zu erleben. Nur so gelingt es ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und die Fähigkeit zur Eigenverantwortung aufzubauen.

Kinder wollen dazu gehören, doch Armut hindert sie daran. Kinder wollen ihren Forscherdrang ausleben, doch Armut entmutigt sie.

Helfen Sie mit, entgegen zu wirken! Helfen Sie, Kindern das Gefühl zu geben, dass sie in der Gesellschaft, in der sie leben, angenommen sind! Schenken Sie Selbstbewusstsein!

Konstantin Wecker

Öffnen wir die Arme!

Kinder haben die große Gabe, uns Erwachsene auf wundersame Art Augen und Herzen zu öffnen. Sie sehen, erleben und erklären uns ihre Welt auf spielerische Weise.

Dafür sollten wir dankbar sein. Gerade bei der Arbeit für Kindermusicals entdecke ich immer wieder, wie begeisterungsfähig und herrlich „uncool“ Kinder sein können und wie eigenständig die Fantasiewelt der Kinder ist. Eine Welt, die wir nicht verbauen dürfen. Und es ist nicht nur unsere Aufgabe, es ist unsere Pflicht, diese Welt zu erhalten, anstatt Kinder zu Abziehbildern unserer eigenen, meist enttäuschten Hoffnungen zu machen.

Und es ist unsere Verpflichtung, denen zu helfen, deren Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, ihren Kindern den Zutritt in die Welt der Bildung und der Kultur zu ermöglichen.
Kinder öffnen uns die Augen, öffnen wir unsere Arme.
Dies tun die Mitarbeiter der Initiative „DEIN MÜNCHEN“ für mich in einer vorbildlichen Art und Weise. Vor allem auch, weil sie die uns alle verbindende Kultur in den Vordergrund rücken.

Dieses Engagement unterstütze ich mich mit ganzem Herzen und appelliere deshalb an die Vernunft und an das Verantwortungsgefühl jedes Einzelnen von uns. Ermöglichen auch Sie der nachfolgenden Generation die Teilnahme an Sport- und Bildungsveranstaltungen oder die Besuche von Konzerten und Theaterstücken. Ergreifen auch Sie die Initiative für eine gemeinsame Zukunft in einer liebenswerten Gesellschaft.

Mark Mast

Musik als Lebenselixier

Als Dirigent widme ich mich bei der Bayerischen Philharmonie und als Gastdirigent auf unterschiedlichen Bühnen dieser Welt unablässig mit der Frage, wie aus Klang Musik entstehen kann. Dabei ist es immer wieder ebenso einmalig wie berührend mitzuerleben, wie wir uns alle im Moment der Hingabe an den Klang verwandeln und für diesen Moment unsere göttliche Natur erleben können. In solchen musikalischen Schlüsselerlebnissen strahlt dann unsere Essenz und verbindet uns über alle Bedingtheiten irdischen Seins hinaus. In der Probe wie im Konzert können wir als Musiker ebenso wie unser Publikum Teil haben an der kosmischen Kraft der Musik und finden dadurch Nahrung für Herz und Seele.

Dabei bin ich tief davon überzeugt, dass es keine Alternative zum unmittelbaren und authentischen Klangerlebnis gibt – nur dieses erreicht uns ganz und berührt all unsere Sinne. Im symphonischen Musizieren offenbart sich uns dabei ein einmaliger Farbenreichtum und ein großartiges Klangspektrum, gepaart mit einer Vielzahl und Fülle unterschiedlichster Formen und Stile.

Es ist mir als Botschafter für DEIN MÜNCHEN gemeinsam mit der Bayerischen Philharmonie eine außerordentliche Ehre und Freude, allen Menschen stets frei und frohen Mutes den Zugang zur erneuerbaren Kraft der Musik zu ermöglichen. Hierzu will ich als Botschafter der Initiative »DEIN MÜNCHEN« beitragen und ermuntere Sie, dieses im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auch zu tun. Großer Respekt und Dank gebührt den Initiatoren und Machern dieser Initiative um Mara Bertling, die sich in vorbildlicher Weise für das Gemeinwohl und die Sinnstiftung in unserer Gesellschaft engagieren. Und auch dieses verbindet unser Tun mit dem Ihrigen: wir stehen gemeinsam für die Vermittlung von Werten!

München, den 3. Dezember 2020

Foto:@BjörnMarquart