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„Ich habe gelernt, was mentale Gesundheit überhaupt ist und warum sie wichtig ist.“ Ella, 14.

So viele junge Menschen wie noch nie leiden unter psychischen Belastungen, die nicht nur individuell, sondern auch übergreifend für unsere Gesellschaft große Probleme darstellt. Der Alltag ist für viele unserer Jugendlichen besonders anstrengend. Sie müssen sich häufig neben ihren eigenen Themen um familiäre Belange kümmern. Finanzielle Engpässe sowie soziale Herausforderungen tragen oftmals zu einer weiteren Verschlimmerung der Situation bei. Dazu wenig Abwechslung und Bewegung: Ein schwieriger Mix, der für junge Menschen zu einer grundlegenden Überforderung führen kann. Hier wirken wir aktiv und präventiv mit unseren Feriencamps dagegen! Aufgrund des großen Bedarfs konnten wir 2024 sechs Feriencamps im Kinderhaus Villa K am Starnberger See durchführen. In einem vielseitigen Programm widmen wir uns mit den Jugendlichen der mentalen und körperlichen Gesundheit auf altersgemäße, abwechslungsreiche Weise außerhalb ihres gewohnten Umfelds, was die Offenheit für neue Perspektiven fördert. Die ländliche Lage und die direkte Nähe zum See war für viele Jugendliche eine komplett neue, positive Erfahrung mit dem „Draußensein“.

Durch kreative Workshopformate, achtsame Reflexionsrunden, naturnahe Erlebnisse und Bewegung erschaffen wir einen geschützten Raum, in dem Jugendliche sich mit ihren Gedanken, Gefühlen und Herausforderungen auseinandersetzen können. Sie lernen über Ängste zu sprechen, Stress zu erkennen und gesunde Wege im Umgang mit Belastungen zu finden.

Unsere Workshopformate variieren und drehen sich z. B. um gesunde Ernährung, Fragen, wie „Was gehört zu einem gesunden Leben?“, erlebnispädagogische Angebote und viel Bewegung. Unser Sommerferiencamp z.B.  hat den Fokus auf Schwimmen und Stand-up-Paddeling. Viele junge Menschen können weder schwimmen noch sich sicher auf und im Wasser bewegen. Aufgrund dessen fühlen sie sich jedoch im Sommer ausgegrenzt. Mit einer grundlegendenEinführung und vielen praktischen (Schwimm-) Übungen gelang es z. B. allen Teilnehmenden sich mit dem nötigen Respekt und Wissen auf ein SUP-Board zu trauen.

„Es hat mir safe Spaß gemacht und ich fand es sehr geil, dass wir alle im Team gearbeitet haben.“ Vincent, 15.

Die Gemeinschaftserlebnisse, die er  beschreibt, schärfen die Wahrnehmung für das eigene Wohlbefinden und lassen Freundschaften wachsen. Sie zeigen aber besonders, dass mentale Gesundheit nichts Abstraktes ist, sondern etwas, was uns alle angeht.